Vierseitenhof-Walter
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Zwerghühner

Thüringer Zwergbarthuhn



Die Thüringer Barthühner entstammen dem westlichen Teil des Thüringer Waldes. Als Anpassung an das rauhe Mittelgebirgsklima entstand der Backenbart gegen Wind und Kälte.
Der lebhafte Landhuhntyp war im 18. Jahrhundert in den Klein- und Kleinsthöfen des Gebietes weit verbreitet und waren als "Pausbäckchen" sehr beliebt. Im kargen und armen Thüringer Wald wurde lange Jahre auf gute Legeleistung, Wetterfestigkeit und spar-samsten Futterverbrauch selektiert.
Daher sind Thüringer Barthühner eifrige Selbstversorger und scharren viel.
Es siedelten nach dem Bauernkrieg und nach dem Dreißigjährigen Krieg viele aus Böhmen und angrenzenden Slowenien stammende Flüchtlinge im Thüringer Wald. Es ist zu vermuten, dass die Flüchtlinge unter ihrer wenigen Habe auch einige Hühner mitbrachten, die den böhmischen Landhühnern mit Bart entsprachen. Durch Kreuzung mit bodenständigen Landhühnern, die dort "Otterköpfchen" genannt wurden, entstand die Rasse der Thüringer Barthühner. Auffälligstes Rassemerkmal ist der ungeteilte Bart, der an den Seiten "Pausbäckchen" bildet. Er verdeckt die Ohrscheiben und die nur angedeuteten Kehllappen. Auf dem rundlichen Kopf sitzt ein zu ihm passender einfacher und gleichmäßig gezackter Kamm, der in seiner Form einen flachen Bogen beschreibt und im Nacken nicht aufliegen darf.
Der Hals wirkt bei den Thüringer Barthühnern gedrungen und kurz, ist leicht gebogen und erscheint nach hinten verdickt zu sein. Bei älteren Hennen entsteht häufig eine Halskrause, die die Qualität des Tieres jedoch nicht mindert. Brust und Bauch sind voll und breit entwickelt. In Zusammenhang mit dem flachen Rücken entsteht so der Eindruck einer Landhuhntypische Walzenform, die sich nach hinten leicht neigt. Der Schwanz wird leicht angehoben getragen, ohne steil zu wirken. Der Hennenschwanz setzt breit an den Rücken ohne Absatz an und endet ebenso breit, jedoch ohne zu fächern. Die Schenkel sind dicht anliegend befiedert, sodass sie noch hervortreten und sichtbar sind. Wer Thüringer Barthühner halten will, sollte einen geräumigen Auslauf zur Verfügung stellen können. Dann ist die Aufzucht der frohwüchsigen Küken kaum mit Problemen verbunden.
Wir halten die Thüringer Zwergbarthuhn in chamoise-weiß getupft.

 


Chabo weiß mit schwarzen Schwanz



Im Gegensätzlichen der Körperteile liegt die Eigenart dieser kleinen Hühnchen. Nicht umsonst nennt man sie auch "Die kleine Groteske".

Chabo werden in Glattfiedrig, in Gelocktfiedrig, und Seidenfiedrig gezüchtet.

Gewünscht wird ein sehr kleines, tiefgestelltes Hühnchen mit gedrungenem, zusammengeschobenem Körper und steilem Schwanz.
Der Rumpf ist kurz und breit. Die Brust stark vorgewölbt und in der Haltung leicht angehoben. Der Rücken ebenfalls kurz und haarnadelartig in den Schwanz übergehend. Dieser ist bei der Henne gross, lang und mässig gefächert. Der Hahn trägt schwertförmige Sicheln mit vielen Nebensicheln. Die Schwanzlänge überragt den Kopf bis zu einem Drittel.
Der Stand ist tief und breit.
Der Kopf wird gross und grob gewünscht. Der Kamm ist ein grosser, dicker, roter Stehkamm, nach hinten ausladend mit 3-5 breit angesetzten Zacken. Bei der Henne ist ein umliegender Kamm zulässig.
Die Läufe sind sehr kurz und dick.
Gefieder bei glattfiedrigen Chabo: Übbig, glatt anliegend, breite Federn.
Gelockte Chabo: Die Federn des Deckgefieders bilden gut aufgerollte Locken. An Schwingen und Schwanzfedern können keine hohen Anforderungen gestellt werden.
Seidenfiedrige Chabo: Zerschliessene, haarähnliche Federn mit weichen Schäften und Federfasern ohne zusammenhängende Fahnen. Die Sicheln fehlen im ersten Jahr oft.
Gewicht: Hahn: 600 - 800 g Henne: 500 - 700 g
Bruteigewicht mindestens 30 g.